Sag es durch die Blume

Während der Jugendbegegnung out of the box’18 summer arbeitete eine Gruppe zu den unterschiedlichen Privilegien, die sie selbst bei sich vorfanden. Sie einigten sich auf 7 unterschiedliche Kategorien und schätzten sich selbst ein, ob sie in der jeweiligen Kategorie privilegiert sind oder nicht.

08.08. (Keine) Zeit für Gedanken

Heute sind viele von uns erst recht spät aufgestanden, was wohl auch daran lag, dass es ganz schön bewölkt draußen war. Nach dem Frühstück haben wir dann in unseren Kleingruppen direkt an die Arbeit der letzten Tage angeknüpft.
Da uns die Präsentation am Freitag etwas im Nacken sitzt, hat man heute schon gemerkt, wie die Gruppenarbeit immer stressiger und intensiver wurde.
In der Wirtschaftsgruppe haben wir endlich damit begonnen, unsere Bilder, die wir gestern geschossen haben zu bearbeiten. Dabei haben wir schnell gemerkt, dass die meisten von uns doch sehr früh an ihre Grenzen was die Photoshop-Skills angeht stoßen.
Immerhin konnten wir dann aber noch unser letztes Motiv fotografieren, sodass wir uns die verbleibenden zwei Tage voll und ganz auf die Postproduktion konzentrieren können.
Die Eurozentrismus-Gruppe konnte heute ihr letztes Interview führen und wir wollen morgen dann unseren Film schneiden. Auch mit unserer Foto-Session sind wir zum Glück heute fertig geworden.
Auch die anderen Gruppen erwarten, dass sie morgen mit dem Shooten fertig werden, sodass alle für die Präsentation bereit sind.
Irgendwie fühlt es sich trotzdem komisch an, dass wir einerseits noch so viel Arbeit haben, dass wir den Austausch easypeasy um zwei Wochen verlängern könnten und wir trotzdem wissen, dass uns nur noch ein paar Tage zusammen bleiben. Die Zeit, die uns noch bleibt genießen wir dafür aber in vollen Zügen. Wir spielen Fußball, Billard und gehen fast jeden Abend auf die Jagd nach den Werwölfen, die unser Dorf heimsuchen.. 😄

07.08. groupwork

Heute haben wir unseren Tag wie immer mit einem sportiven Warm-Up begonnen.

Danach sind wir direkt in unseren Kleingruppen zusammen gekommen, um unseren Tag zu beginnen.

Viele Gruppen freuen sich darüber, dass alles inzwischen seinen Platz gefunden hat und bereits gute Ergebnisse erzielt wurden.

Auf der anderen Seite wurde heute auch vielen bewusst, dass wir nur noch ein paar Tage zusammen haben, um unsere Produkte fertig zu stellen.

Die Gruppe, die sich mit Identität beschäftigt, haben angefangen, zu filmen, die Eurozentrismus-Gruppe hat weiter Ideen gesammelt und weitere Interviews aufgenommen.

Auf der anderen Seite hat die Diskrimininierungs-Gruppe ihre Aufnahmen sogar bereits beendet und kann morgen beginnen, zu schneiden.

Nach einem intensiven Tag hatten wir ein kurzes gemeinsames Treffen in der ganzen Gruppe, um danach in unseren Kleingruppen den Tag zu reflektieren.

Dies hat vielen Gruppen für ihren Gruppenprozess und die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit sehr geholfen.

Nach dem Abendessen hatte Hale dann eine supertolle „Überraschung“, welche aus dem Schreiben von Blog-Einträgen bestand.

Gruppenarbeit 6.8

Unseren Tag haben wir um 8:30 Uhr mit Frühstück begonnen. Um 9:30 Uhr trafen wir uns als ganze Gruppe im großen Raum und starteten mit einem Energizer „Jump in, Jump out“. Ganz schöner Ohrwurm.

Danach gingen wir in unsere Kleingruppen und begannen mit der Arbeit. Wir drei, die gerade diesen Blogeintrag verfassen sind in den Gruppen „identity“ und „economic“. Die Gruppe economic hat den nächsten Tag in Form einer To-do Liste geplant und haben intensiv nach freiwilligen Darsteller*innen und Locations gesucht. Besonders wurde nach Darsteller*innen im Alter von 4-10 gesucht. Durch bekannte und anderen Teilnehmer*innen, konnte ein Treffen mit einer Familie organisiert werden. Am Ende des Tages hatten sich drei Kinder und ihre Eltern bereiterklärt. Die Gruppe Identity hat damit angefangen alles aufzuschreiben was sie am ende des Tages geschafft haben wollen. Anschließend begannen wir alles im kleinsten Detail zu Planen, um am nachten Tag mit dem Filmen beginnen zu können. Zu planen galt : einen Raum zu finden, das Script zu verfeinern, Inhalte zu erarbeiten, Fotos machen, auswählen und drucken. Der erste Teil unserer Gruppenarbeit ist eine Fotoausstellung die wir auch in unserem 360° Film einbauen wollen.

Vor dem Abendessen hatten wir wie jeden zweiten Tag ein separate meeting. Später am Abend hat sich dann eine Gruppe zusammengefunden und Werwolf gespielt, manche sind aber auch schon früh ins Bett gegangen nach diesem anstrengenden Tag der intensiven Gruppenarbeit.

04.08. Gruppenarbeit an der Weser

Als die Sonne über der Weser aufging sind auch wir aufgestanden und haben mit unserer alltäglichen Routine gestartet: Frühstück zwischen 7:00 und 9:30 und Morgen-Meeting zum Start in den Tag. Im Anschluss begannen wir unsere Arbeit in unseren Kleingruppen zu den Themen Eurozentrismus, Wirtschaft, Identität und Diskriminierung.

Uns, als Teil der Wirtschafts-Gruppe, stand noch die große Herausforderung bevor, die ganze Komplexität des globalen Wirtschaftssystems in ein spezifisches Projekt zu fassen, das wir dann auch noch in nur einer Woche realisieren können. Es erschien uns die ganze Zeit, als wären alle Aspekte von Wirtschaft in Bezug auf Ungleichheiten so verwoben, dass man immer dazu kommt, über das Große Ganze, den globalen Kapitalismus zu reden.
Im Laufe der Zeit haben wir uns so etwas in unserem eigenen Thema verloren.
Während wir noch dabei waren unseren Weg zu finden, gab es bereits Mittagessen.
Das Essen brachte neue Energie in unsere Gruppe. Nach der Pause schienen sich die Puzzleteile endlich zusammen zu fügen. Alle waren jetzt aktiv an der Diskussion beteiligt und wir haben uns auf eine gemeinsame Idee geeinigt, in die wir all unsere Energie stecken wollen.
Wir fingen an einen Plan zu machen, damit wir am Montag mit unserem Fotoshoot beginnen können. Größte Herausforderung: Wir brauchen mindestens 10 Kinder! Wenn ihr welche kennt, sagt uns bescheid 😀
Vor dem Abendessen – Wir genießen es immer noch, dass es hier abends warmes Essen gibt – hatten wir eine besondere Reflexionsrunde. Wir teilten uns nach männlich und weiblich sozialisierte Menschen auf, um einen
sogenannten „safe space“ zu kreieren. Hier können die Teilnehmenden offen über ihre Erfahrungen als männlich oder weiblich sozialisierte Menschen in unserer Gesellschaft und unserer Gruppe reden, mit Teilnehmenden die ähnlich Erfahrungen gemacht haben.
Danach genossen wir unseren letzten Abend auf unserem Boot, denn morgen ziehen wir ins Lidice Haus um.

summerparty

Liebe Freund*innen und Interessierte,
die wundervolle Zeit mit unseren kenianischen Freund*innen wollen wir mit euch teilen und euch zu einem lauschigen Abend einladen. Für einen Grill ist gesorgt, Auflagen, Salate und Getränke müsstet ihr mitbringen.
Am 05.08.18 ab 17:00 Uhr im Lidicehaus
Und schon mal vormerken, am 10.8.18 um 19:00 Uhr findet unsere Abschlusspräsentation im LidiceHaus statt.
Wir freuen uns auf euch!

03.08. Ein Tag am See

So verrückt es auch klingt: heute sind wir früh wie immer aufgestanden, nur um den ganzen Tag zum Entspannen zu haben.
Wir sind zur Straßenbahn gelaufen, um zum Werdersee, dem gewohnten Badespot der deutschen Gruppe, zu fahren.
Als wir um elf dort ankamen, waren wir quasi die Einzigen, die so früh schon dort waren.

Wir haben all die Spiele, die wir mitgebracht haben ausgepackt und es genossen so entspannt in der Natur zu sein, bevor wir uns in die Fluten stürzten. Zum Glück konnten wir allen, die es noch nicht konnten, zumindest so gut zeigen, wie man schwimmt, dass niemand untergehen musste (ohne wieder aufzutauschen 😉 ). Das Wetter meinte es auch so gut mit uns, dass es überhaupt nicht kalt war, als wir aus dem Wasser kamen.
Nachdem wir die Fluten erfolgreich bekämpft hatten, überkam uns der Hunger – zum Glück hatten wir uns Lunchpakete aus der Jugendherberge mitgenommen.
Als wir mit unserer Spiele-Session weitermachten hatten die nach und nach mehr werdenden Leute am Werdersee auch die einmalige Möglichkeit, ein hart umkämpftes und spannendes Wikinger-Schach Match von uns zu beobachten.
Zwischen den Spiele-Sessions, die auch ein paar nervenaufreibende Runden UNO umfassten, stürzten wir uns noch einige Male in die Fluten. Fast so gefährlich, wie das klingt, war es auch – einige Schnittwunden hatten wir auf jden Fall zu verzeichnen. Aber auch hier wurde niemand zurückgelassen und alles erfolgreich verarztet.
Unsere ländergetrennte Reflexion haben wir dann gegen Abend noch gemütlich am See gemacht, bevor wir zum Abendessen zurück zu unserem Boot gekommen sind.
Auch wenn es dann schon recht spät war, waren wir noch super motiviert eine nice Bootsparty zu feiern!

Empfang im Rathhaus

Heute morgen wachten wir zum ersten Mal auf unserem Boot auf. Das Frühstück gestaltete sich etwas hektischer als sonst, da wir als Gruppe um 9 Uhr zum Marktplatz spazieren wollten, wo Ecki auf uns warten würde. Dabei liefen wir an der Schlachte (die Promenade an der Weser) entlang, sowie durch die bekannte, sehr alte Bötchestraße bis wir schlussendlich an der Rolandstatue ankamen. Einer unserer Teamer erzählte der Gruppe die Geschichte der Bremen Stadt Musikaten, dessen Anfassen der Füße angeblich Glück bringen soll. Auch von der Gründung Bremens ( welches übrigens von einer Henne gegründet wurde) wurde berichtet.

Um 9.30 Uhr wurden wir dann mit Getränken im Rathhaus empfangen. Man gab uns eine Führung durch die Räume des Hauses, und wir lernten viel über die historischen Gemälde, sowie was in den jeweiligen Räumen passierte.
Nach der Führung entschieden sich manche Kleingruppen noch in der Innenstadt spazieren zu gehen, Fotos zu machen oder die Projektarbeiten weiterzuführen. Zum Mittagessen trafen sich dann alle wieder in der Jugendherberge, entspannten kurz, um dann in die Kleigruppen zu gehen, und bis zum Abend intensiv zu arbeiten. Da wir viel zu tun hatten und das heiße Wetter einem es nicht einfacher machte, waren wir dann zum Abendessen dementsprechend erschöpft und hungrig. So saßen wir zusammen, hatten die Chance uns zu unterhalten und zu entspannen.

1.8. Wir ziehen auf unser Boot

Moin! Bis wir alle wieder glücklich zusammen trafen, verlief in den Familien der Morgen individuell ab. Wir wachten um 10 Uhr auf und begannen den Tag mit einem ausführlichen Frühstück (wo für Lucy die Schokocroissants natürlich nicht fehlen durften!). Nachdem alle gesättigt waren, fingen wir an unsere Sachen zupacken und die Wohnung aufzuräumen. Es wurde noch hektisch Wäsche gewaschen und die Küche blitz blank geputzt. Der Morgen verlief wie im Fluge, bis wir uns dann mit der Bahn Richtung Jugendherberge machten, bei der wir uns um 2 Uhr verabredet hatten. Jedoch war unter unser Jugendherberge kein Boden sondern Wasser.

Unser Hausboot

Alle waren sehr aufgeregt, die nächsten fünf Tage auf einem Boot zu verbringen und begannen das Boot zu erkunden. Nach der Aufregung, nahmen alle ihre Koffer und bezogen ihre Betten.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, trafen wir alle wieder zusammen für die Evaluation, in der wir besprachen wie alles bisher gelaufen ist und wie es uns geht. Als erstes bekamen wir Zettel auf denen ein Koffer (Sachen die wir mochten und die wir für uns mitnehmen wollten), eine Waschmaschine (für Dinge die wir verbessern möchten), und einen Mülleimer (Dinge die wir nicht mochten) abgebildet waren. Ebenfalls noch ein Zettel für Wünsche für die Zukunft. Der zweite Teil der Evaluation war ein Spiel, bei dem eine Person in die Mitte vom Kreis ging und ein Gefühlt oder Meinung teilte. Die Anderen bewegten sich dann soweit in die Mitte, wie sie mit der Person übereinstimmten. Nach unserer interessanten Evaluation waren wir alle sehr hungrig und stürzten uns auf das Abendessen, welches wir eingespielt wie eine große Familie einnahmen . Nachdem Abendessen hatten wir noch unsere ländergetrennte Reflexion, die sich an diesem Abend etwas in die Länge zog. Da alle super Erledigt von den letzten Tagen waren, gingen wir früh ins Bett und ließen uns von den Wellen in den Schlaf schaukeln.

31.08. Bremerhaven

Heute waren wir im Auswanderer und im Klimahaus in Bremerhaven. Gestern soll der heißeste Tag im Jahr gewesen sein. Dank unseres Ausfluges durften wir uns teilweise von -6 Grad erfrischen lassen. Im Auswandererhaus, in dem wir zuerst waren, schlüpften wir in verschiedene Personen und erfuhren viel über ihre Geschichte. Nach dem Mittagessen im Klimahaus begannen wir dann unseren Rundgang. Dadurch, dass man viel selber spürt und erlebt, macht das lernen und erleben gleich viel mehr Spaß. Beim lernen sollte man sich aber bewusst sein, dass viel mit Stereotypen gearbeitet wurde und die vermittelten Informationen teilweise sehr eurozentrisch sind.
Nach unserem Rundgang, hatten wir noch die Möglichkeit uns das „ World Future Lab“ anzugucken. Aber wie der Rundgang, beschränkt sich auch dieser Besuch nicht nur aufs gucken. An verschieden Stationen, die in Kleingruppen bearbeitet wurden, gab es Fragen und Aufgaben zu bearbeiten. Danach ging es dann mit dem Zug wieder zurück nach Bremen und in die Familien. Da es der letzte Abend in den Familien war, hatten wir noch einen schönen Abschluss mit einem gemeinsamen Essen. Der Tag war Pferdeeeee Clittt aber auch sehr anstrengend, weshalb wir früh ins Bett gegangen sind. Lala salama.

30.07. In der GSM

Heute trafen wir uns um 9 Uhr an der GSM in der Hemelinger Straße. Im Plenum besprachen wir zunächst den kommenden Inhalt des Tages, der darin bestehen würde in den Kleingruppen ein Konzept für die Projekte zu erarbeiten. So ging es direkt in die Arbeitsphase. Es war in den jeweiligen Gruppen nicht immer leicht auf einen Nenner zu kommen, da es viele Ideen und Einfälle gab, die irgendwie zu einem Produkt führen mussten.
Gegen 13.00 Uhr ging jede Gruppe in die Mittagspause, konnte einmal den Kopf frei bekommen und neue Energie tanken.
Danach wurden wieder Kugelschreiber und Block gezückt. Bis 16.00 Uhr wurde weitergemacht, dann trug jede Gruppe im Plenum ihr Konzept vor. In meiner Gruppe beschäftigen wir uns mit dem Thema Diskriminierung, wo wir uns auf Rassismus, Sexismus und den Gebrauch diskriminierender Worte konzentrieren. Dies möchten wir in einem Kurzfilm festhalten. Die stellten wir dann auch so vor, jedoch hatten wir vor lauter Ideensuche noch keine Zeit gehabt einen Zeitplan für die kommenden Tage zu erstellen.
Nach den Präsentationen gab es die ländergetrennte Gruppenreflexion, anschließend ging es für die meisten nach Hause bzw in die Gastfamilie. Bei uns zu Hause saßen wir noch lange am Tisch mit meinen Eltern, aßen, lachten und unterhielten uns.
Olivia

29.07. Gruppenfindung

Da heute Sonntag ist und einige aus der Gruppe in die Kirche gehen wollten und viele nach dem Besuch der Breminale Samstag Abend etwas Schlaf gebrauchen konnten haben wir heute erst um 2 Uhr angefangen, zu arbeiten.
Dies gab uns außerdem die Möglichkeit, etwas Zeit in den Familien zu verbringen.
Da das Bilden der Gruppen letztes Mal nicht funktioniert hat, haben wir es dieses Mal auf eine andere Weise gemacht.
Wir durften drei Themen wählen, nach denen die Teamer*innen dann vier Gruppen zu den Themen Diskriminierung, Identität, Globale Entscheidungsfindung und Wirtschaft gebildet haben.
Wir haben angefangen, uns die Medien für die Gruppenarbeit auszusuchen und über die Themen zu beratschlagen.
Danach haben wir noch als gesamte Gruppe über den Tag reflektiert und außerdem den nächsten Tag besprochen.

28.07. Ein freier Tag, Gewitter und eine Grillparty

Heute war unser freier Tag, weshalb wir am Vortag beschloßen auf Jørdis Parzelle eine kleine Grillparty zu veranstalten. Hale, Olivia, Caroline und Wesley trafen sich um 13.30 Uhr bei Rewe am Kirchweg (Werdersee) um dort das Grillgut zu besorgen. Aufgrund des schlechten Wetters (Gewitter) entschieden wir uns spontan die Party zu Jan und Marlene zu verlegen.

Wir bereiteten ein großes Büffet vor mit Burgern, Steaks, Kartoffelsalad etc. interessante und unterhaltsame Unterhaltungen fanden dort statt. Nach der Grillparty machten wir uns alle auf zur Breminale (ein Festival für Kunst Kultur und Unterhaltung in Bremen)

Bei der Breminale hatten wir unvorstellbaren Spaß die Kenianer*innen erlebten die tollsten Momente in ihrem Leben. So viel Music, Tänze, neue Kulturen und Leute. Wir feierten diesen Tag mit Liebe und Herz.

27.07. Actionbound

Heute war der erste Morgen in den Familien. Wir sind um 8 Uhr aufgewacht und haben gemeinsam gefrühstückt. Danach haben alle schnell geduscht und um 9:30 Uhr haben wir uns dann auf dem Weg in die GSM, zu unserem Treffen, gemacht. Um 10 Uhr sind alle nach und nach eingetrudelt.

Heute war  der 21. Geburtstag von Hempstone, einem kenianischen Teilnehmer, und wir überraschten ihn mit einem Kuchen, begleitet von wunderschönen Gesängen. Danach fingen wir an uns in fünf Kleingruppen aufzuteilen. Wir machten ein „Aktionbound“ , eine App in der man durch Bremen laufen kann und verschieden Aufgaben gestellt bekommt, die von unseren Teamer*innen vorbereitet wurden. Somit lernten die Kenianer*innen Bremen kennen.

Als erstes gingen wir ins „Viertel“ wo die Deutschen den Kenianer*innen ihre Lieblingsbars, Restaurants und Plätze zeigen sollten. Danach ging es weiter durch Bremens Innenstadt und den Schnoor. Ein paar Gruppen erklommen mutig am heißesten Tag Bremens den Dom Turm und genossen oben den frischen Wind und eine tolle Aussicht über Bremen.

Um 13.30 Uhr bekamen alle langsam Hunger und wir fuhren ins „Viertel“ zurück um dort Pizza, Döner und Falafel zu essen. Nachdem alle gesättigt waren,  fuhren wir gegen 14:30 Uhr in die GSM zurück. Dort trafen alle zusammen und erzählten von ihren Erfahrungen und Eindrücken.

Um 15 Uhr hatten wir dann ländergetrennte Reflexion, in der besprochen wurde, wie es in den Familien läuft.

Lucy, Charles, Jan und Marlene besuchten um 16 Uhr Jans und Marlenes Mutter um gemeinsam Mittag zu essen. Dabei entdeckte Lucy ihr Lieblingsessen Erdbeeren mit Mango Joghurt. Es blieb allerdings nicht nur beim Essen, Lucy und Charles lernten von Jans und Marlenes Mutter wie man Samba und Salsa tanzt. Währenddessen waren die anderen ebenfalls Zuhause beim Essen oder fuhren schon direkt zum Werdersee.

Während Charles sich etwas zu Hause ausruhte fuhren wir (Marlene, Lucy und Jan) an den Werdersee. Dort trafen wir auf ein Großteil der Gruppe. Für einige Kenianer*innen war es das erste Mal schwimmen gehen. Wir hatten viel Spaß am gemeinsamen schwimmen lernen und planschen.

Um 21:00 Uhr ging es dann nach Hause, um zusammen mit Charles einen kurzen Snack einzunehmen und anschließend gemeinsam auf die Breminale zu fahren. Auf der Breminale trafen sich dann die meisten Jugendlichen, um gemeinsam zu tanzen und zu chillen.

Nach einem langen Tag fielen wir um 2:30 in unsere Betten in einen tiefen Schlaf.

 

26.07. Ab in die Familien und auf die Breminale

Nach dem Frühstück kamen wir alle im Meetingraum zusammen und starteten mit der Kleingruppenfindung für unsere Produkte. Zum ersten Mal hatten wir bei einer unserer Begegnungen die Möglichkeit entweder zwischen dem Thema oder dem Medium zu wählen. Die Gruppe entschied sich nach dem Medium zu gehen. Dabei kristalisierte sich heraus, dass trotz der neuen Möglcihkeiten mit der 360° cam, Fotografie und Theater, die meisten weiterhin in Richtung filmen tendieren. Anschließend folgte der Teil sich innerhalb der gewählten Mediengruppen den Themen Wirtschaft, global decisionmaking (Eurozentrismus), Identität oder Diskriminierung zu zuordnen. Schnell wurde klar das vor allem die Theater und die 360° Gruppen zu klein waren, sodass wir eine endgültige Gruppeaufteilung noch einmal vertagen mussten. Nach dem Mittagessen stand unser Umzug von Rotenburg in die Familien auf dem Programm. Bei 37° Celsius für einige durchaus belastend. Wo bei uns in der Familie das erste Abendessen ein dänisches Gericht eines Gasts meiner Mutter war gab es anderswo zum Beispiel Nudeln mit Tomatensoße oder es wurde gegrillt. Als gemeinsamen Abschluss des Tages trafen sich fast alle noch auf der, von den Bremer*innen viel umschwärmten, Breminale. Was den Kenianer*innen sichtlich gefiel.
Luca 🙂

25.07. Workshops

Heute Morgen starteten wir früh mit einem gemeinsamen Frühstück in familiärer Atmosphäre. Danach wurden wir in 3 kleinere Gruppen eingeteilt, in denen wir an diesem Tag verschiedene Workshops durchlaufen sollten. In den Workshops ging es um die Nutzung verschiedener Medien, im speziellen Theater, Fotografie und 360° Film.

Der Kurs zum Theaterspiel als Medium wurde von unserem Teamer Hale geleitet, der uns beibrachte, wie man Reaktionen und Emotionen, auch beispielsweise ohne den herkömmlichen Gebrauch von Sprache,  auf der Bühne zeigen kann. Wir probierten dies in einigen kurzen Übungen und Spielen, wie zum Beispiel so zu laufen, als ob der Boden aus unterschiedlichen Oberflächen bestehen würde, die Bewegungen unseres Partners zu kopieren oder ihnen zu folgen und uns gegenseitig blind zu führen. Bei einer lustigen Übung spielten wir Fischverkäufer auf dem Markt und preisten den Fisch in unserer Muttersprache an. Die Schauspieler, die aus dem anderen Land kamen, versuchten zunächst die Bewegungen der anderen zu kopieren und dann auch die Wörter der fremden Sprache nachzuahmen. Die Versuche waren ziemlich lustig anzuschauen, weil die meisten Wörter die dabei gesagt wurden tatsächlich gar nicht existieren.

Wie man mit Fotografie als Medium eine Geschichte erzählen kann wurde uns von Melissa in ihrem Workshop gezeigt. Nachdem wir ein bisschen was Theoretisches über verschiedene Winkel, Perspektiven und Licht in der Fotografie gelernt hatten, gingen wir nach draußen und versuchten dieses  Wissen in der Praxis umzusetzen. Wir haben dabei ein paar tolle Fotos  bei unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven von uns gegenseitig gemacht und fallendes Wasser mit verschiedenen Kameraeinstellungen festgehalten. Der Kurs war sehr informativ und spaßig!

Beim 360°-Film Workshop, der von Ecki angeboten wurde, haben wir eine Menge über diese neue und besondere Technologie erfahren. Wir haben uns ein Video über einen berühmten Videofilmer angeschaut, der seine Begeisterung für das Filmen mit der 360° Kamera erklärt und erzählt inwiefern diese Technik Menschen beeinflussen und sie wirklich ein Teil der Filmszene werden lassen kann. Danach hatten wir die Möglichkeit ein paar Filme mit den Virtual Reality Brillen zu schauen – was wirklich eine unglaubliche Erfahrung ist. Später haben wir sogar selbst noch einen kleinen Clip mit der 360° Kamera gedreht.

Insgesamt hatten wir einen sehr interessanten und schönen Tag und haben viel Neues darüber gelernt, welche Medien wir nutzen können um damit Geschichten zu erzählen und Emotionen und Informationen rüber zu bringen. Vielen Dank an unsere fantastischen Teamer, die die Workshops vorbereitet haben! ☺

Dienstag 24.07.

Das Frühstück ging heute bis 09:30, danach trafen wir uns in unseren Ländergetrennten Gruppen um unsere Präsentation über SDG 10 vorzubereiten. Diese stellen wir den Kenianer dann als ein Rollenspiel vor. Die Kenianische Gruppe hatte zwei Film vorbereitet, einen über Transgender und eine Dokumentation über Ungerechtigkeit. 

Guckt euch die Filme aus Kenia hier an:

Nach dem Mittagessen trafen wir alle zusammen und spielten ein Spiel wo wir alle nochmal zum kritischen nachdenken über den kapitalismus angeregt wurden. Die ganze Gruppe teilte sich in drei separate Gruppen, die jeweils andere Ressourcen in Form von Blättern, Stiften, Zirkel und Schere bekamen. Es gab verschiedene Produkte die die Gruppen mit ihren Ressourcen basteln konnten.
Alle Produkte hatten andere Preise die die Gruppen bekamen wenn sie diese an die „Bank“ verkauften.
Uns wurde nicht gesagt was das Ziel des Spieles war, aber insgeheim hatten wir alle das Ziel am ende am meisten Geld zu haben.

Den Abend verbrachten wir mit spiele spielen oder chillen und um halb elf trafen wir uns dann zu einer Nachtwanderung die Hale und Jan vorbereitet hatten.
Zwei Stunden irrten wir durch die Wälder von Rotenburg, immer auf der Hut vor den Hexen 😀
Danach fielen wir alle erschöpft, müde aber glücklich ins Bett!

Montag 23.07.

An unserem ersten Tag des Austausches in der Jugendherberge Rotenburg, begannen wir den Tag entspannt mit ein paar Spielen zum Teambuilding, um uns gegenseitig vorzustellen, einige Wörter auf Kiswahili und Deutsch zu lernen und verschiedene Arten von Berührungen zur Begrüßung auszutesten. 

Nach der langen und anstrengenden Reise des Vortages war das eine schöne Möglichkeit zum ersten Mal nach so langer Zeit wieder richtig in Kontakt zu treten. 

Einige Begriffe, die wir gelernt haben:

Mambo – Wie geht`s 

Poa – Gut

Mbaya – Schlecht

Niko Tu – Geht so

Danach gingen wir nach draußen um ein Spiel zu spielen, dass unser gegenseitiges Vertrauen stärken sollte und bei dem wir einen Weg finden mussten, Hales Bauchtasche aus der Mitte eines „nicht betretbaren“ Bereichs zu retten, nur mit einem langen Seil als Hilfe. Indem wir als Team arbeiteten und mit 2 Gruppen das Seil an beiden Seiten des Feldes spannten, schafften wir es schließlich eine und sogar 2 Personen auf dem Seil liegend zu der Tasche zu tragen.

Nach einer kurzen Reflexion des Spiels gingen wir in die Mittagspause.

Zurück im Programm begrüßte Samuel uns mit einem kurzen lustigen Warm-Up, namens „Right is not Left…“ bevor wir zusammen mit einem Partner/einer Partnerin in intensive Zweiergespräche gingen. Innerhalb einer Stunde hatten wir die Möglichkeit die Person aus dem anderen Land besser kennen zu lernen und zeichneten sogar ein kleines Portrait von einander.

Später kamen wir wieder alle zusammen um das Programm der nächsten Tage zu erfahren und unsere eigenen Verhaltensrichtlinien zu finden. Dafür diskutierten wir zunächst in kleinen Gruppen was uns im Umgang miteinander wichtig besonders ist und einigten uns später gemeinsam als ganze Gruppe auf unseren „Code of Conduct“. 

Mit nationengetrennten Treffen und netten Freizeitaktivitäten am Abend klang dieser erste gemeinsame Tag schließlich schön und rund aus.

Ankommen

Gestern um 9 traf sich der kenianische Teil der Gruppe um um 11 am Flughafen zu sein. 18 Stunden später war es dann endlich so weit. Kurz nach 5 heute Nachmittag landete die Maschine in Bremen, mit der die Kenianer*innen ankamen. Sofort ging es weiter nach Rotenburg, wo wir die ersten Tage verbringen. Jetzt fallen wir erstmal müde und glücklich ins Bett.Ankunft am Bremer Flughafen

Preisverleihung

Die Filme des Austausches out of the box’17 summer erhielten bei dem Wettbewerb Dem Hass keine Chance von Werder Bremen 1.000€ Preisgeld. 🙂 Das Geld spenden die jungen Filmemacher*innen für die anstehende Jugendbegegnung out of the box’18 summer.

Anne-Kathrin Laufmann von Werder Bremen übergibt den Preis an die anwesenden jungen Filmemacherinnen